dollarboards.com

Bauformen beim Windsurfen

  • Wave: Wavebretter gibt es im Bereich von ca. 65 bis 95 Litern. Sie sind klein, wendig und bieten im Normalfall nicht genügend statischen Auftrieb, um das Gewicht des Surfers und des Riggs zu tragen ( Sinker). Dieser fehlende Auftrieb wird aber durch den hydrodynamischen Auftrieb beim Fahren wieder ausgeglichen, zumal Wavebretter einige Erfahrung im Windsurfen voraussetzen. Erreicht wird die hohe Drehfreudigkeit, neben dem geringen Volumen, durch eine ausgeprägte Bug- und Heckaufbiegung ( Scoop und Rocker genannt), sowie eine runde Außenform ( Outline).
  • Freeride: Freeridebretter erfreuen sich großer Beliebtheit bei den meisten Gelegenheits- und Hobbysurfern, da sie unkompliziertes Handling bieten und leicht zu halsen sind. Mit Brettvolumina, die zwischen 85 und 150 Litern liegen, decken sie den größten Bereich bei den Windsurfbrettern ab und werden von Surfern jedes Alters und Gewichtes gefahren. Ihr Einsatzzweck ist hauptsächlich „normales“ Fahren, ob zur Entspannung oder um das einzigartige Gefühl des „Dahingleitens“ zu erleben.
  • Freestyle: Diese Bretter zeichnen sich durch hohe Drehfreudigkeit und Manövrierbarkeit aus und liegen im Volumenbereich von ca. 95 bis 120 Litern. Sie werden vornehmlich zum Ausführen von speziellen Manövern wie Sprünge, Rotationstricks und Segeltricks benutzt.
  • Freemove: Bretter dieser Kategorie verbinden Eigenschaften von Wave-, Freestyle- und Freeridebrettern und verstehen sich als eine Art „Allrounder“. Ihre Volumina liegen zwischen circa 85 und 105 Litern und gehören damit meist auch zu den Sinkern.
  • Einsteigerbretter: Diese Surfbretter zeichnen sich durch großes Volumen ( über 140 Liter) und große Breite aus. Oft besitzen sie auch ein Schwert, um die Kippstabilität zu erhöhen und ein Abtreiben des Surfanfängers zu vermeiden.

Bauformen beim Wellenreiten

  • Longboard: Beim Longboard werden zusätzlich diejenigen unter 9 Fuß ( ca. 2,74 Meter) oft auch als Malibu bezeichnet. Longboards sind meist relativ dick und haben eine gerundete Spitze, auch Nase genannt. Einsteiger und leicht Fortgeschrittene sollten zum Malibu ( Funboard) greifen, mit dem das „Erwischen“ der Welle und das Halten des Gleichgewichts am leichtesten ist.
  • Shortboard: Aufgrund seiner relativ schwierigen Handhabung ist das Shortboard eher für den fortgeschrittenen Surfer geeignet. Auch hier bestimmen die verschiedenen Bauformen die unterschiedlichen Eigenschaften der Bretter.
    • Mini-Malibus gleichen von der Form her einem Longboard, sind aber kürzer als 8 Fuß und damit wendiger als eigentliche Malibus.
    • Evolution Boards sind für Anfänger gedacht, um den Einstieg auf Shortboards zu erleichtern. Sie sind breiter, länger und dicker als normale Shortboards, von der Form her aber ähnlich mit spitz zulaufendem Bug ( Nose).
    • Standard Shortboards weisen eine Länge zwischen 6 Fuß und 7 Fuß auf und werden je nach Können und Erfahrung eingesetzt, in der Regel von Fortgeschrittenen. Bei Wettkämpfen werden hauptsächlich Bretter dieser Art eingesetzt.
    • Noch kürzere Surfbretter werden Fish, Frog oder Egg genannt. Ein Fishboard findet seinen Einsatz vor allem bei auflandigem Wind ( Wind weht Richtung Küste) und bei kleinen bis kopfhohen Wellen.
  • Gun: Eine Sonderform bilden Bretter der Kategorie Gun, die eine Länge von 7 Fuß bis ca. 12 Fuß aufweisen. Sie sind sehr schlank und vorne spitz zulaufend gestaltet und werden für sehr große Wellen verwendet. Die geringe Breite ermöglicht hohe Geschwindigkeiten, und aufgrund ihrer Länge liegen sie auch bei hohen Geschwindigkeiten stabiler im Wasser.

Bauformen beim Kitesurfen

  • Directional-Board: Ein Directional-Board besitzt zwei bis drei Fußschlaufen und kann nur in eine Richtung gefahren werden. Möchte man in die andere Richtung fahren, muss man mit dem Brett wenden ( halsen), allerdings setzt dies etwas Geschick voraus. Alternativ muss die Fahrt unterbrochen und das Brett gedreht werden. Der große Vorteil dieses Typs ist, dass es mehr Volumen und daher mehr Auftrieb auf dem Wasser besitzt und dadurch für Anfänger besser geeignet ist, da man bei Lenkbewegungen nicht sofort untergeht. Auch ermöglichen die größeren Finnen ein leichteres und Fehler verzeihendes Fahren.
  • Bi-Directional-Board: Ein Bi-Directional-Board besitzt zwei Fußschlaufen und ist fast symmetrisch gebaut. Daher kann in beide Richtungen ohne Fußwechsel gefahren werden. Da dieser Typ weniger Volumen und kleinere Finnen besitzt, muss schneller und mehr über die Kante gefahren werden als bei Directional-Boards. Fortgeschrittene Kitesurfer benutzen fast ausschließlich diese Bauform.
  • Waveboard: Ein Waveboard besitzt wie das Bi-Directional-Board zwei Fußschlaufen, ist aber speziell für Kitesurfen bei Wellengang hergestellt. Vorteil ist, dass es sich leichter in die Welle hineindrehen lässt.